Grüner Tee

Der Ursprung aller Tees ist der grüne Tee, der erstmals in der Geschichte Chinas im Jahre 2737 vor Christi auftauchte. In Japan gibt es seit ca. 805 nach Christus, seit dem Beginn des Buddhismus, grünen Tee. 

Durch verschiedene Legenden und Geschichten gibt es unterschiedliche Versionen über den zeitlichen Beginn des Teeanbaus. Im Laufe der Jahrtausende erlebte der grüne Tee viele Moden und ubereitungsformen, die speziell in China und parallel in Japan und Korea vorhanden waren. 

Die älteste Zubereitungsform stammt aus der T`ang Dynastie in der Zeit von 618-907 nach Christus. Dort formte man Tee zu Kügelchen, Kuchen oder Ziegel und zum Teewasser wurde Salz hinzugegeben. 

Die zweite Art während der Sung Dynastie ( von 960-1279 nach Chr. ) bestand aus grünem Pulver, das man zu Schaum schlug. Diese Methode ist noch heute Mittelpunkt der japanischen CHA NO YU Zeremonie. 

In der Ming Dynastie von 1368-1644 nach Chr. wurden nur noch aufgegossene Tees nach bekannter Art zubereitet. Diese Art wurde dann auch durch Reisende nach Europa gebracht. 

Tee wird zwischen 45 Grad nördlicher Breite und 30 Grad südlicher Breite angebaut, optimal ist eine mittlere Jahrestemperatur von 20 Grad C., gleichmäßige Jahresniederschläge von 1500-2000 mm und entsprechende Höhen/Hanglagen. 

Die beiden Urpflanzen, die als alte Kulturpflanzen aus dem südostasiatischem Bergland stammen, sind die Thea Sinensis und die Thea Assamica. Die Sinensis verträgt Trockenheit und Frost besser, die Blätter sind 5-12 cm lang, die Assamica hingegen verträgt nur kurz Frost und hat bis zu 23 cm lange Blätter. 

Die Teeweltproduktion beträgt ca. 2,5 Millionen Tonnen, 20 % davon ist grüner Tee. 

Bei der Produktion des grünen Tees findet im Gegensatz zum schwarzen Tee keine Fermentation statt. Durch schnelles Dämpfen der gepflückten, gewelkten und gerollten Teeblätter wird die Fermentation gestoppt. Für Qualitätstee wird generell mit Daumen und Zeigefinger „two leaves and the bud“ gepflückt, beim sogenannten „fine plucking“ nur die Blattspitze. Im Durchschnitt braucht man für 1 Kilo fertigen Tee ca. 4-5 kg frische Blätter, es gibt aber Spitzentees, für die man ca. 10-12 kg Blätter benötigt, um 1 Kilo fertigen Tee zu haben. 

Die Pflückperioden liegen je nach Klima, Erntezeit und Anbaugebiet zwischen 3-8 Tagen, zum Beispiel in Darjeeling alle 7 Tage. 

Das wichtigste beim guten Tee ist die Zubereitung. Gutes Wasser ist sehr wichtig, es sollte wenig Kalk und Fluor, sowie einen niedrigen Chlorgehalt haben. Generell gilt, zunächst das Wasser aufkochen, dann sollte es 3-5 Minuten abkühlen, so daß eine Wassertemperatur von ca. 70-80 Grad C. vorhanden ist. Die Ziehzeit sollte kurz sein, je nach Sorte von 30 Sekunden bis zu 3 Minuten. Einige Grüntees eignen sich durchaus für einen mehrmaligen Aufguß. 

Die Hauptinhaltstoffe des grünen Tees sind Gerbstoffe, Coffein, Vitamin C, Flavanole, Vitamin B und Fluoride. Tee hat keine Kalorien, der Coffeingehalt beim grünen Tee ist gleich dem schwarzen Tee und liegt ca. zwischen 2-4 %. Dadurch, dass der grüne Tee aus der gleichen Pflanze wie der schwarze Tee stammt, und der Coffeingehalt sich nicht beim Fermentieren reduziert, sondern abhängig von den Pflanzenteilen des Teebusches ist, hängt die Höhe des Coffeingehaltes von der Pflückart des Tees ab. In den Teespitzen, dem ersten und zweiten Blatt sind ca. 3,4 % Coffein enthalten, im 5.+6. Blatt ca. 1,5 %, in den Stengeln ca. 0,5 %. 

Grüner Tee ist wie der schwarze Tee ein hochwertiges Genussmittel, und wie schon seit vielen Jahren bewiesen, sehr gesund.



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